Interessenvertretung ÖSTERREICHS PERSONALDIENSTLEISTER wehrt sich gegen Verunglimpfung der Zeitarbeitsbranche

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    Von Pathfinder

    Dubiose Anbieter, wie sie beim Maskenhersteller Hygiene Austria tätig waren, bringen zu Unrecht seriöse Branchenvertreter in Verruf

    Interessenvertretung ÖSTERREICHS PERSONALDIENSTLEISTER wehrt sich gegen Verunglimpfung der Zeitarbeitsbranche

    Das Arbeitskräfteüberlassungsgesetz, der flächendeckende Kollektivvertrag für Leiharbeit, das Gesetz gegen Lohn- und Sozialdumping sowie der Sozial- und Weiterbildungsfonds für Leiharbeiter/-innen regeln Leiharbeit in Österreich so gut wie in keinem anderen Land der Welt
    Dr. Johann Kalliauer, Arbeiterkammer OÖ
     

    Wien (OTS) - Die Bedingungen, unter denen bei der Hygiene Austria MitarbeiterInnen arbeiten mussten, machen den Verband betroffen. „So etwas darf in Österreich nicht passieren und wir setzen ein ganz klares Statement mit Null Toleranz gegen solche menschenunwürdigen Praktiken. Wenn die Medienberichte zu den Zuständen bei den von der Hygiene Austria beauftragten Unternehmen zutreffen, dann lässt dies kriminelle Strukturen erkennen, die mit seriöser Zeitarbeit nichts zu tun haben. Es darf nicht sein, dass Österreichs Zeitarbeit durch wenige schwarze Schafe, die es leider in jeder Branche gibt, in Verruf gerät“, zeigt sich der Präsident der Interessenvertretung ÖSTERREICHS PERSONALDIENSTLEISTER Dr. Martin Zieger konsterniert.

    Österreich hat die strengsten Gesetze der Welt, um ZeitarbeitnehmerInnen zu schützen

    "Das Arbeitskräfteüberlassungsgesetz, der flächendeckende Kollektivvertrag für Leiharbeit, das Gesetz gegen Lohn- und Sozialdumping sowie der Sozial- und Weiterbildungsfonds für Leiharbeiter/-innen regeln Leiharbeit in Österreich so gut wie in keinem anderen Land der Welt", attestierte 2018 der Chef der Arbeiterkammer Oberösterreich Dr. Johann Kalliauer. Wir stimmen dieser Aussage vollinhaltlich zu. Umso wichtiger ist es uns, dass Missstände wie Sozial- und Lohndumping und unwürdige Arbeitszustände aufgeklärt werden und dass festgehalten wird, dass solche Zustände bei den seriösen Unternehmen unserer Branche nicht vorkommen.

    In diesem Zusammenhang hat die Arbeiterkammer letzte Woche eine Studie zu den Arbeitsbedingungen bei Hygiene Austria und der österreichischen Post präsentiert und aufgezeigt, wie wichtig neben der Vertretung der ArbeitnehmerInnen auch die Branchenvertretung ist: Keine einzige der angeführten Firmen war jemals Mitglied in der Interessenvertretung ÖSTERREICHS PERSONALDIENSTLEISTER, die für hohe Qualitätsstandards steht und diese von ihren Mitgliedern einfordert (bspw. gültige Gewerbeberechtigung und Offenlegung aller gewerberechtlicher Funktionen, Einhaltung des Barauszahlungsverbots der Löhne, Vorlagen von Unbedenklichkeitsbescheinigungen von Finanzamt und ÖGK, positive Bonitätsprüfung KSV u400 bzw. Creditreform u300 und Nachweis einer Eigenkapitalquote von mehr als 15% uvm.).

    Qualität hat ihren Preis

    „Allein die niedrigen Zahlungen seitens der Hygiene Austria an die beauftragten Zeitarbeitsfirmen und die komplexe Struktur aus Sub-Sub-Unternehmen zeigen, dass es sich hier um ein unseriöses Angebot handelte - und das hätte auch den Auftraggebern auffallen müssen“, so Martin Zieger
    weiter. Unter den 4 Unternehmen, die von der Hygiene Austria als Zeitarbeitsunternehmen beauftragt wurden, waren 2 Scheinfirmen und ein Unternehmen im Konkurs.

    MitarbeiterInnen in der Zeitarbeit haben einen Branchenkollektivvertrag, der den Lohn ab 1.780,- Euro brutto mit 14 Monatsgehältern und diverse Zulagen festlegt. Leider kommt es immer wieder vor, dass schwarze Schafe die vorgeschriebenen Mindestentgelte nicht bezahlen wollen; solche Unternehmen suchen ihre Chance in der Illegalität mit niedriger Qualität, niedrigen Preisen und schlechten Arbeitsbedingungen.

    Zur Hintanhaltung solcher Machenschaften wurde 1988 mit dem Arbeitskräfteüberlassungsgesetz auch die sogenannte Bürgenhaftung für Beschäftiger eingeführt. Diese Bürgenhaftung bedeutet, dass der Beschäftiger für die gesamten Entgeltansprüche der überlassenen Arbeitskräfte haftet. Selbst wenn der Beschäftiger bereits die Rechnungen des Überlassers bezahlt hat, haftet er für die Dienstgeberanteile zur Sozialversicherung, falls diese vom Überlasser nicht bezahlt worden sind. Ein Beschäftiger ist daher im eigenen Interesse schon immer gut beraten gewesen, ein seriöses Überlassungsunternehmen zu beauftragen.

    Auftragsvergabe zukünftig nach dem Bestbieterprinzip

    Die öffentliche Auftragsvergabe nach dem Bestbieter- und nicht nach dem Billigstbieterprinzip wäre ein wichtiger und begrüßenswerter Schritt für die Branche, damit auch wirklich die seriösen Zeitarbeitsunternehmen die Aufträge bekommen. Denn Qualität hat ihren Preis.

    „Es ist gut, wenn uns die Arbeiterkammer bei der Aufklärung solcher Missstände unterstützt und somit auch klar macht, was die Unterschiede zwischen unseriöser Leiharbeit und qualitätsvoller Zeitarbeit sind. Wer ein seriöses Zeitarbeitsunternehmen sucht, ist herzlich eingeladen, sich auf unserer Website www.personaldienstleister.at umzusehen. Wir sind bei der Aufnahme unserer Mitglieder sehr selektiv und verlangen die Einhaltung unserer hohen Qualitätsstandards“, versichert Martin Zieger.

     


    Rückfragen & Kontakt:

    Julia Labenz, Generalsekretärin
    ÖSTERREICHS PERSONALDIENSTLEISTER
    E-Mail: j.labenz@personaldienstleister.at
    Tel.: +43 664 141 66 44
    Web: www.personaldienstleister.at

     

     


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