AMS-Burgenland - Burgenländischer Arbeitsmarkt: Bilanz 2020 und Ausblick 2021

    Pathfinder
    Von Pathfinder
    AMS-Burgenland - Burgenländischer Arbeitsmarkt: Bilanz 2020 und Ausblick 2021

    Burgenländischer Arbeitsmarkt: Bilanz 2020 und Ausblick 2021

     

    Corona ist seit März 2020 ein Erdbeben für den Arbeitsmarkt. Das AMS Burgenland stabilisiert und bietet mit der Corona-Joboffensive viele Weiterbildungschancen. Nach dem Sommer geht es bergauf und das AMS startet mit Vermittlungen voll durch.

    Massiver Anstieg der Arbeitslosigkeit durch Lockdowns und Coronamaßnahmen 
    Nach Jahren kräftigen Wachstums sank die Beschäftigung 2020 um 879 bzw. 0,8%. Im Jahresdurchschnitt 2020 gab es im Burgenland 105.163 Beschäftigte. Die Kurzarbeit mit einem Fördervolumen von 120,5 Mio. € konnte einen weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit abfedern. 2020 gab es im Jahresdurchschnitt 12.555 Arbeitslose und Schulungs- teilnehmer_innen. Zusätzlich wurden im vergangenen Jahr insgesamt rund 50.000 Arbeitsplätze durch Kurzarbeit gesichert. Das AMS Burgenland investierte im abgelaufenen Jahr rund 37 Mio. € in Angebote der aktiven Arbeitsmarktpolitik. Die Arbeitslosigkeit hat mit einem Plus von 30% eine neue negative Dimension erreicht, die österreichweit mit +36% sogar noch übertroffen wurde.  

    Moderate Erholung der Wirtschaft ab dem 2. Quartal 2021 erwartet
    Für 2021 gehen AMS-Prognosen von 400 zusätzlichen Beschäftigten aus. Die Arbeitslosigkeit könnte um 100 Personen zurückgehen. D.h., dass der Anstieg der Arbeitslosigkeit kaum abgebaut wird. Die Arbeitslosenquote (nach der nationalen Definition) ist von 7,3% (2019) auf 9,4% (2020) angestiegen und dürfte sich 2021 auf 9,3% reduzieren. 

    #weiterbilden mit der Corona-Joboffensive. Das AMS Burgenland macht Arbeitslose fit für die Zeit nach der Pandemie
    „Wir rechnen damit, dass es am Arbeitsmarkt im 3. Quartal 2021 wieder spürbar bergauf geht. Dann kann die Wirtschaft mit dem Rückenwind des Sommers und einer entsprechenden Durchimpfungsrate wieder voll durchstarten. Spätestens dann sollten die Arbeitslosenzahlen sinken. Mit der Corona-Joboffensive haben wir ein groß angelegtes Aus- und Weiterbildungsprogramm aufgesetzt, um arbeitslose Menschen schon jetzt für die Zeit des Aufschwungs fit zu machen“ zeigt sich Helene Sengstbratl, Landesgeschäftsführerin des AMS Burgenland, zuversichtlich. 
    Die Schwerpunkte der Corona Joboffensive liegen auf den Bereichen 
    Umwelt und Nachhaltigkeit,Pflege-/Sozialberufe, Metallberufe bzw. Elektronik und Digitale Technologie.

    Gefördert werden Erstausbildungen, Weiterbildungen und Ergänzungs-qualifizierungen,  sowie  berufliche Neuorientierung  und  Vermittlungsunterstützung. Die Ausbildung von Frauen wird besonders unterstützt. 2020 und 2021 stehen in Summe 20 Mio. € zur Verfügung.

    Kurzarbeit verhindert massiven Anstieg der Arbeitslosigkeit. Existenzsicherung und Vermittlung auf hohem Niveau
    Insgesamt wurden im Burgenland Kurzarbeitsanträge von 3.500 Betrieben für 30.000 Mitarbeiter_innen genehmigt. Die Förderzahlungen betrugen 2020 120,5 Mio. €. Von 1. Oktober 2020 bis Ende März 2021 läuft die 3. Phase der Kurzarbeit. Für die Phase 3 wurden von 1.600 Betrieben für 13.000 Mitarbeiter_innen Kurzarbeitsanträge genehmigt. 6,6 Mio. € wurden den betroffenen Betrieben ausbezahlt.

    „Die Kurzarbeit ist seit der im Vorjahr einsetzenden Pandemie zum gewichtigsten Förderinstrument des AMS, aber auch der Bundesregierung, avanciert,“ so das Resümee von Sengstbratl.

    „Das AMS hat im Vorjahr 120,5 Mio. € an Kurzarbeitsbeihilfe an 3.500 Betriebe ausbezahlt und dadurch dazu beigetragen, die Arbeitsplätze von 30.000 Arbeitskräften zu sichern“, ergänzt Manfred Breithofer, stellvertretender Landesgeschäftsführer des AMS.

    Im AMS Burgenland wurden 2020 30.000 Leistungsanträge erledigt, vorwiegend für Arbeitslosengeld und Notstandshilfe. Dies bedeutet einen Anstieg um 21,5% im Vorjahresvergleich.  An Kund_innen  des  AMS 
    Burgenland  wurden  2020    insgesamt 103.000 Vermittlungsvorschläge für eine offene Stelle ausgegeben. Die Vermittlung bleibt die wichtigste Dienstleistung des AMS. 16.100 arbeitslose Burgenländer_innen fanden 2020 wieder einen Job.

    In der Zeit der Corona-Pandemie hat sich das AMS Burgenland als krisenresistente, leistungsfähige, agile und flexible Organisation bewährt. Nach der Überwindung der Krise, startet das AMS Burgenland mehr denn je als engagierter Partner für die Stellensuche und das Recruiting durch.

    Für das Jahr 2021 stehen dem AMS Burgenland Fördermittel (ohne Kurzarbeit) in der Höhe von rund 46 Mio. € zur Verfügung. Hier sind vor allem die “Corona Joboffensive”, Aktion 50plus und das Jugendausbildungsprogramm zu nennen. Die arbeitsmarktpolitische Zielvorgabe “50% der Fördermittel für Frauen” sichert auch 2021
    ein attraktives Förderangebot für Frauen.


    Quelle: AMS-News - Burgenland / 28-01-2021

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